Der Werkerziehungs- Textilunterricht fördert Kreativität, Selbständigkeit, Freude am Experimentieren und vor allem das Erkennen und Begreifen von Zusammenhängen. Die Schüler und Schülerinnen durchlaufen alle Schritte von der Stufe der Problemstellung, der Planung, der Durchführung bis hin zur Erprobung. Neben dem Kennenlernen neuer Arbeitstechniken müssen sie sich auf die Eigenheiten von verschiedensten Materialien einlassen und eigenständige Lösungen finden.
Wir Werkerzieher/ Textilerinnen legen großen Wert darauf, dass die Schüler und Schülerinnen selbstständiges Arbeiten lernen. Nicht vorgefertigte Bausätze sollen nachgebaut werden, sondern Aufgaben werden gestellt, bei denen das Ergebnis offen ist. Die Schüler und Schülerinnen sind gefordert eigene Lösungsansätze zu finden. Logisches und vernetztes Denken steht im Mittelpunkt der Werkerziehung/ des Textilunterrichts.
Die Entwicklung der Motorik beeinflusst wesentlich die Entwicklung geistiger Fähigkeiten.
„Die Entwicklung der Hand geht gleichen Schrittes mit der Entwicklung der Intelligenz.“( Helmig, aus Montessori-Pädagogik)
Große Pädagogen (Montessori, Piaget, Steiner, usw.) sind und waren überzeugt, dass es unerlässlich ist, dem Kind von Geburt an die Möglichkeit zu geben, seine Hände zu schulen, sie zu bilden. Gerade in unserer technisierten Zeit ist es besonders wichtig dies zu tun. Die Werkerziehung/ der Textilunterricht ist der für eine ganzheitliche Bildung notwendige handwerklich-praktische Gegenpol zur kopflastigen Theorie.