Am 17. November 2025 fand an der Universität Salzburg im Rahmen der Reihe Geschichte im Gespräch [GiG] die Buchpräsentation des Bandes „Militär in der Provinz“ statt. Autor der Publikation ist unser Kollege Mag. Dr. Manuel Wenger, der im Zuge dieser Veranstaltung an seiner Alma Mater Einblicke in Forschungsziele, Methoden und Ergebnisse seiner Untersuchungen gab und sich den Fragen der anwesenden Doktorandinnen und Doktoranden sowie renommierter Experten aus dem Forschungszweig der Neuen Militärgeschichte stellte.
Es ist an sich schon besonders herausfordernd, ein universitäres Forschungsprojekt zu verfolgen und dazu eine Dissertation zu verfertigen. Tut man das ohne institutionelle Verankerung als externer Doktorand – also privat und in der Freizeit – wird dieses Vorhaben, wie mir meine eigene Erfahrung sagt, zum Prüfstein. Kollege Wenger hat sich im Anschluss an seine Promotion überdies für die Veröffentlichung in einem Verlag entschieden. Das bedeutete weitere jahrelange Arbeit, erneute Recherchen und die Auseinandersetzung mit Gutachten und langwierigen wissenschaftlichen Qualitätssicherungsprozessen. Am Ende seiner Bemühungen standen eine Förderung durch den Österreichischen Wissenschaftsfonds (FWF) und abschließend das fertige Buch. Vergegenwärtigt man sich, dass der Anteil der Veröffentlichungen externer Forscherinnen und Forscher an der Menge aller Forschungspublikationen geschätzt im niedrigen einstelligen Prozentbereich liegt, wird noch deutlicher, dass dies eine organisatorische und vor allem intellektuelle Höchstleistung ist. Zu dieser, lieber Manuel, sei dir gratuliert! (Mag. Dr. Lucas Portenkirchner)
„Militär in der Provinz. Staat und Stände in Oberösterreichs Militärverwaltung (1801-1848)“ (=Veröffentlichungen der Kommission für Neuere Geschichte Österreichs, Bd. 126) erschien 2025 bei Böhlau.